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Forum - Labyrinth der Wörter Basis 5 - Version 3.0

 Forum Labyrinth der Wörter Basis 5 - Version 3.0
 Beitrag von
Forum:
Labyrinth der Wörter Basis 5 - Version 3.0
Datum: 14.03.2006
Andrea Übelhack
Im Eingangstest werden meiner Meinung nach Wörter geprüft, welche nicht sehr gebräuchlich sind (gebührlichst, adrett, Seeerfahrung, unbekränzt). Ich denke, dass der Test hier nur unnötig erschwert wird, denn für die Kinder ist es problematisch, sich auf die korrekte Schreibweise zu konzentrieren, wenn der Wortsinn nicht klar ist. Ein weiteres Problem haben wir mit dem Wort adrett. Hier werden grundsätzlich Fehler angezeigt, obwohl das Wort richtig geschrieben wurde. Es wäre auch wünschenswert, zu Beginn des Tests ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das Geschriebene immer noch einmal gelesen werden sollte, um Tippfehler möglichst zu vermeiden, da diese den Test verfälschen.
Forum:
Labyrinth der Wörter Basis 5 - Version 3.0
Re: zu Andrea Übelhack
Datum: 22.03.2005

F. X. Müller
Sie sprechen mit den genannten vier Wörtern den Test der 5. Klasse an. Bedenken Sie, dass dieser Test insgesamt 70 Wörter umfasst. Um sowohl am oberen wie am unteren Ende des Leistungsstandes im Rechtschreiben ausreichend differenzierte Aussagen machen zu können, werden eben auch – möglicherweise – nicht so gebräuchliche Wörter benötigt.
Die Normierung des Tests erfolgte mit diesen Wörtern. Auch aus qualitativen Gründen unterscheiden sich die Wörter von den Tests der unteren Stufen.

Das Wort „gebührlichst“ enthält lediglich die Schwierigkeiten des Dehnungs-h und einer Konsonantenhäufung am Ende. Das Wort „adrett“ ist ein Fremdwort und weist keine Unregelmäßigkeit hinsichtlich der Regeln auf. Das Gleiche gilt für das Wort „unbekränzt“, bei dem lediglich vom Grundwort „Kranz“ abgeleitet werden muss. Ähnlich verhält es sich beim Wort „Seeerfahrung“, das sich aus den beiden bekannten Wörtern „See“ und „Erfahrung“ zusammensetzen lässt.

Es lassen sich damit also gezielte qualitative Aussagen zur Beherrschung einzelner Fehlerkategorien tätigen. Somit wird der Test also nicht „unnötig erschwert“, sondern er erfasst sehr genau die Schwierigkeiten eines Kindes, damit dann im Anschluss daran gezielt geholfen werden kann.

Das Wort wird außerdem immer in einem Sinnzusammenhang diktiert, um den Wortsinn verstehen zu können. Im Übrigen beeinflussen sich Rechtschreib-Leistungen und die Kenntnis von Wörtern gegenseitig. Tippfehler können tatsächlich das Ergebnis eines Tests verfälschen, können aber auf dem Computer problemlos korrigiert werden..
Um einer solchen vorschnellen Arbeitsweise vorzubeugen, wurde in allen Programmen bei „Labyrinth der Wörter“ die Vorgehensweise so festgelegt, dass das Schreiben mit der Tastatur erfolgt, und die Bestätigung immer mit einem Mausklick gegeben werden muss. Dieser erfordert also den bewussten Entschluss, das Wort als richtig zu bestätigen.

Unabhängig davon wurde in klinischen Studien festgestellt, dass der Hinweis auf Überprüfung des Geschriebenen vermehrt dazu führt, dass sich die Fehlerzahl erhöht! Der Grund dafür liegt darin, dass dies zu einer zusätzlichen Verunsicherung des Kindes führt, da es dann anfängt, nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ herumzuprobieren.

Mit freundlichen Grüßen
F. X. Müller, 12.04.06

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